Kompressionskleidung soll die Durchblutung und körperliche Leistungsfähigkeit verbessern

Kompressionskleidung wurde noch bis vor wenigen Jahren fast ausschließlich im medizinischen Bereich zur Unterstützung der Venenfunktion als sogenannte Kompressions- oder Stützstrümpfe eingesetzt. Inzwischen wird der leistungsfördernde Effekt aber auch immer mehr bei Sportbekleidung genutzt.

Wirkungsweise
Kompressionskleidung besteht aus längs- und querverwebten, hochelastischen Synthetikfasern, die von außen Druck auf die darunterliegende Muskulatur und das Bindegewebe ausüben. Dies soll vor allem die Durchblutung der entsprechenden Körperregionen verbessern. Bei körperlicher Aktivität wie zum Beispiel beim Laufen kommt es darüber hinaus zu einer Verringerung der körpereigenen Muskelvibration und zu einer Kühlung der aktiven Muskelpartien. Auch soll die Erholungsphase nach dem Sport verkürzt werden.

Nutzen
Die positive Wirkung von Kompressionskleidung in der medizinischen Anwendung, insbesondere bei der Vorbeugung von Thrombosen zum Beispiel nach Operationen, ist wissenschaftlich seit Langem nachgewiesen und daher unbestritten. Für den Einsatz im Sportbereich liegen aktuell erst wenige Untersuchungen vor, die jedoch überwiegend auf eine leicht leistungsfördernde Wirkung während der sportlichen Aktivität und eine spürbare Verbesserung der Regeneration in den nachfolgenden Ruhephasen hindeuten. Auch wird das Tragen von Kompressionskleidung beim Sport von den Nutzern subjektiv meist als angenehm und optisch ansprechend empfunden.